60 Jahre Leben und warum bei Reflux oft weniger mehr ist

60 Jahre Leben und warum bei Reflux oft weniger mehr ist

Diese Folge ist eine besondere Folge.
Denn vor Kurzem hatte ich Geburtstag: meinen 60-sten.

Und das hat mich ein bisschen nachdenklich gemacht.
Nicht im negativen Sinn.
Sondern eher mit der Frage:
Was habe ich eigentlich in all den Jahren über Ernährung gelernt?
Im Alltag und im echten Leben, nicht theoretisch.

Und genau darüber spreche ich in dieser Podcastfolge von "Der Reflux Realtalk".

Ernährung verändert sich mit dem Leben

Im Laufe der Jahre verändert sich vieles.
Auch der Körper.
Was früher problemlos funktioniert hat, muss später nicht mehr automatisch passen.

Das betrifft:

  • Verdauung
  • Energie
  • Verträglichkeit
  • Hungergefühl
  • und auch Refluxbeschwerden

Gerade deshalb funktionieren starre Ernährungssysteme oft nur begrenzt.
Denn Ernährung ist nichts Statisches.
Auch sie kann sich mit dem Leben verändern.

 

Weniger Extreme, mehr Verständnis

Gerade heute gibt es eine enorme Flut an Informationen rund um Ernährung und Reflux.
Überall finden sich:

  • neue Regeln
  • neue Nahrungsergänzungsmittel
  • neue „Wundermittel“
  • neue Verbotslisten

Und häufig entsteht dadurch eher Unsicherheit als Entlastung.

Gerade bei Reflux probieren viele immer mehr aus:

  • Pulver
  • Mittel
  • komplizierte Konzepte
  • oder strenge Ernährungsregeln

Dabei zeigt sich in der Praxis oft etwas anderes:
eine strukturierte Ernährung und eine gute Mahlzeitenzusammenstellung können häufig mehr verändern.

 

Reflux braucht oft keine Perfektion

Viele wünschen sich bei Reflux klare Antworten:

  • Was darf ich essen?
  • Was sollte ich vermeiden?
  • Welche Ernährung funktioniert wirklich?

Das Problem ist:
Reflux entsteht selten nur durch ein einzelnes Lebensmittel.

Oft spielen viele Faktoren zusammen:

  • Essrhythmus
  • Portionsgrößen
  • Stress
  • Tagesstruktur
  • Geschwindigkeit beim Essen
  • individuelle Empfindlichkeit

Und genau deshalb hilft häufig nicht noch mehr Komplexität.

Sondern eher:

  • Struktur
  • Verständnis
  • Beobachtung
  • und Alltagstauglichkeit

 

Alltagstaugliche Ernährung ist kein „kleines Ziel“

Die beste Ernährung ist oft nicht die strengste, sondern die, die langfristig in dein Leben passt.

Gerade bei Reflux können einfache Dinge oft einen großen Unterschied machen:

  • regelmäßige Mahlzeiten
  • ruhiger essen
  • gute Mahlzeitenzusammenstellung
  • weniger Chaos im Alltag
  • realistische Lösungen

Und genau das wird häufig unterschätzt.

 

Warum weniger oft mehr ist

„Weniger ist mehr“ bedeutet hier nicht weniger essen.

Sondern:

  • weniger Druck
  • weniger Extreme
  • weniger Verunsicherung
  • weniger ständiges Suchen nach der perfekten Lösung

Denn manchmal entsteht genau dann Ruhe, wenn Ernährung wieder einfacher werden darf.

🎁 Geburtstagsaktion

Anlässlich meines 60. Geburtstags verschenke ich 6 Exemplare meines Buches:

„Reflux – 111 Rezepte“

Ein Buch für jedes Jahrzehnt meines Lebens.

Das Buch bietet dir:

  • fundierte Informationen rund um Reflux
  • alltagstaugliche Orientierung
  • und 111 Rezeptideen zum Ausprobieren

Wenn du gerne eines der Bücher bekommen möchtest,  schreib mir einfach ein paar persönliche Zeilen und erzähl mir gern, wie dich das Thema Reflux aktuell begleitet. Unter allen Rückmeldungen verschenke ich anschließend die 6 Bücher.

Ich freue mich sehr darauf, von dir zu lesen.

Fazit: Reflux braucht nicht immer mehr – sondern oft mehr Ruhe

Gerade beim Thema Reflux entsteht schnell das Gefühl, immer noch mehr tun zu müssen.
Mehr Regeln, mehr Kontrolle, mehr Produkte.
Dabei zeigt sich häufig:
Weniger Chaos und mehr Struktur können langfristig wertvoller sein.

 

Wenn du außerdem über neue Inhalte, Kurse oder Angebote informiert werden möchtest, setze dich gerne auf meine unverbindliche Interessensliste.

👉 Hier geht´s zu Interessensliste

 

Hier ein Überblick über die 3 Fragen:

1. Was möchte ich mit meiner Ernährung erreichen?

Zwei Menschen mit Reflux können sehr unterschiedliche Ziele haben. Die eine wünscht sich vor allem, nachts wieder durchzuschlafen. Der andere möchte beim Familienessen wieder unbeschwert mitessen. Daraus ergeben sich unterschiedliche erste Schritte: Bei der einen stehen vielleicht der Abstand zwischen Abendessen und Schlafengehen und die Größe der abendlichen Mahlzeit im Mittelpunkt, beim anderen eher Essgeschwindigkeit und Ruhe am Tisch. Ein Ziel gibt dir einen Maßstab für Entscheidungen im Alltag, den eine Liste allein nicht liefern kann.

2. Muss ich für jede Beschwerde einen eindeutigen Auslöser finden?

Nach einem schlechten Tag taucht schnell die Frage auf, was du gestern gegessen hast. Bei Reflux hängen Beschwerden aber häufig von mehreren Faktoren gleichzeitig ab: Menge, Uhrzeit, Essgeschwindigkeit, Stress, Schlaf und die Empfindlichkeit an dem jeweiligen Tag. Auch die deutsche S2k-Leitlinie zur Refluxkrankheit (DGVS, 2023) hält fest, dass sich für einzelne Lebensmittel wie Kaffee, Schokolade, scharfe oder fette Speisen kein schlüssiger, allgemeingültiger Effekt belegen lässt. Sinnvoll bleibt es dennoch, Speisen und Getränke zu meiden, die du individuell nicht verträgst. Statt nach dem einen Auslöser zu suchen, kannst du auf Muster schauen: Wann treten Beschwerden häufiger auf, wann seltener, und was unterscheidet diese Situationen?

3. Woran erkenne ich, dass sich bei mir etwas verbessert?

„Ganz weg" ist als Maßstab schwer zu greifen, weil Verläufe selten gradlinig sind. Hilfreicher sind Zeichen, die du beobachten kannst: Die Beschwerden werden seltener, kürzer oder weniger intensiv. Du erholst dich nach einem Schub schneller. Und dein Kopf ist beim Essen weniger beschäftigt, während sich deine Auswahl Schritt für Schritt wieder erweitert. Auch die Verdauung gehört dazu, denn Reflux und Beschwerden im Bauch hängen häufig zusammen. Halten Beschwerden länger an, verstärken sie sich oder kommen Schluckbeschwerden oder ungewollter Gewichtsverlust dazu, gehört das ärztlich abgeklärt.

Dein Praxisimpuls für die kommende Woche

Öffne die Notizen-App und schreib ganz nach oben, noch über deine Listen, einen Satz, der mit „Ich möchte, dass ich wieder …" beginnt. Zum Beispiel „… ohne Brennen durchschlafe" oder „… beim Essen mit anderen nicht mehr ständig überlege". Ein Satz reicht und dauert eine Minute.

🎯 Mach deine Beobachtungen sichtbar: Dein Reflux-Symptom-Tagebuch

Eine Woche lang hältst du fest, was du gegessen und getrunken hast, wie viel, wann, in welcher Situation, und welche Beschwerden danach aufgetreten sind. So erkennst du Muster, ohne nach dem einen Auslöser suchen zu müssen. Das Tagebuch gibt es für 0€
👉 https://www.sabine-schreiner.de/reflux-symptom-tagebuch/

🎁 Kostenlose Downloads für dich

🍽️ Refluxfreundlich essen: Dein 3-Tage-Meal Plan → https://www.sabine-schreiner.de/reflux_meal-plan/

⚠️ Die 10 häufigsten Stolperfallen bei Reflux – und wie du sie vermeidest → https://www.sabine-schreiner.de/0-e-pdf-die-10-haeufigsten-stolperfallen-bei-reflux/

📝 Dein Reflux-Symptom-Tagebuch → https://www.sabine-schreiner.de/reflux-symptom-tagebuch/

🍽️ Das Tellermodell → https://www.sabine-schreiner.de/reflux-tellermodell/

📖 Meine Bücher

„111 Rezepte bei Reflux" → https://www.sabine-schreiner.de/buch-reflux-111-rezepte/

„Dein Ernährungsratgeber Stiller Reflux" → https://www.sabine-schreiner.de/buch-stiller-reflux/

🤝 Für mehr Begleitung

1:1 Einzelberatung → https://www.sabine-schreiner.de/reflux_einzelberatung/